{"id":3986,"date":"2016-04-20T17:37:34","date_gmt":"2016-04-20T15:37:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.saetche.net\/blog\/?p=3986"},"modified":"2016-04-20T18:05:40","modified_gmt":"2016-04-20T16:05:40","slug":"der-geist-des-spiels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.saetche.net\/blog\/der-geist-des-spiels\/","title":{"rendered":"Der Geist des Spiels (FCU- FCH 17.04.16)"},"content":{"rendered":"<p>Das schwerste bei so kreativen Sachen ist ja, den Anfang zu finden. Wenn man den ersten Teil dann fertig hat, geht&#8217;s meistens wie von selbst.<br \/>\nDieses Problem kennt mein K\u00fcnstlerkollege Frank &#8222;Nussi&#8220; Nussb\u00fccker sicher auch ganz gut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3987\" src=\"http:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11-1024x811.jpg\" alt=\"20160416_232641-1[1]\" width=\"584\" height=\"463\" srcset=\"https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11-1024x811.jpg 1024w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11-300x238.jpg 300w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11-768x608.jpg 768w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11-379x300.jpg 379w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160416_232641-11.jpg 1781w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p>Sein neuer Roman &#8222;Der Geist des Spiels&#8220; hat mich am Prematchabend veranlasst, das Haus zu verlassen, ohne das mich Arbeit dazu n\u00f6tigte. Eine illustre Runde aus Herthanern und Unionern traf sich da in der &#8222;Tante K\u00e4the&#8220; am Mauerpark, um Nussis Erstroman zu bestaunen. Um Fussball geht es, soviel verriet schon mal das Cover. Die Passagen die der Autor dann zum Besten gab, erinnerten mich in Stil und Vortragsweise stark an Ottokar Domma B\u00fccher, die \u00e4lteren unter euch erinnern sich m\u00f6glicherweise daran.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nicht zuviel verraten, aber der Roman h\u00e4lt neben autobiografisch angelehnten Ausz\u00fcgen einen interessanten, wenn auch ein wenig gruseligen Ausblick in eine imagin\u00e4re Zukunft des Eventfussballs bereit. Da Nussi sich in seinem Buch gern selbst auf die Schippe nimmt, zur Premiere seinen guten Kumpel Berge als real existierende Protagonistenvorlage einlud und dieser zu den \u00fcber ihn vorgetragenen Anekdoten jeweils ein wissendes Nicken abgab, war f\u00fcr viele Lacher gesorgt.<\/p>\n<p>Die von diversen Bieren begleitete Nachbereitung des Abends er\u00f6ffnete mir die M\u00f6glichkeit, den legend\u00e4ren Comiczeichner Sam Paff endlich mal pers\u00f6nlich kennenzulernen. Mit der Folge das ich jetzt weiss, warum man ihn so nennt. Ich w\u00e4re gern noch geblieben, der heraufziehende Heimspieltag l\u00f6ste die Gruppe jedoch ziemlich schnell auf und man wollte sich eh am n\u00e4chsten Tag am Barkas treffen. Ob ich nicht auch auf ein Bierchen rumkommen wollen w\u00fcrde, frugte man mich zum Abschied und klar wollte ich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3990\" src=\"http:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341-1024x768.jpg\" alt=\"20160417_115834[1]\" width=\"584\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341-400x300.jpg 400w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_1158341.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p>Heimspieltag.<br \/>\nMit einem angefeierten Abend im Nacken in der Zweiten Liga ist das eine echte Herrausforderung. Wer ist denn Sonntags um die Zeit schon fit? Also so richtig?<br \/>\nIch jedenfalls nicht und das Bezugsgruppengeburtstagskindkonterbier half jetzt auch nicht so wirklich weiter, bewirkte aber, dass ich zu meiner Verabredung am Barkas schon leicht verscheppert war. Dort traf ich selbstredend eine Menge G\u00e4ste der Buchpremiere und Sebastian.<br \/>\nDem stellte ich mich vor mit &#8222;Hallo, ich bin Saetche&#8220;<br \/>\nworauf er antwortete: &#8222;Sorry, ich bin k.o.&#8220;<br \/>\n&#8222;\u00c4hhm, ja hallo k.o., sch\u00f6n dich kennenzulernen&#8220;.<br \/>\nIch freu mich schon, ihm das n\u00e4chste Mal zu begegnen (Hier bitte ein Ernielachen einf\u00fcgen).<br \/>\nNussi hatte wohl ziemlich lange Premiere gefeiert, jedenfalls schlug er ziemlich spielnah auf. Wir w\u00fcnschten uns alle die f\u00fcr diesen Tag zu erwartenden drei Punkte (&#8222;Allet andere w\u00e4re ne Beleidigung&#8220; O-Ton Nussi) und ich wollte schon in Richtung Waldseite flitzen, als pl\u00f6tzlich jemand neben mir stand, den ich irgendwoher kannte. Dieses Gef\u00fchl ist in der Alten F\u00f6rsterei jetzt nicht so ungew\u00f6hnlich, weil man nunmal nicht alle Unioner kennen kann, aber den meisten schonmal irgendwie \u00fcber den Weg gelaufen ist. Kurz und gut neben mir stand Sporti und ich ergriff die Chance, ihm pers\u00f6nlich f\u00fcr die Hymne &#8222;Eisernet Lied&#8220; zu danken. Dieser Song geh\u00f6rt nicht nur f\u00fcr mich unausl\u00f6schlich zu Union und zum Spieltagsritual. Ich hab das Lied sogar als Klingelton und gehe immer erst ran nachdem die Textzeile &#8222;Hier is meen Zuhause, hier kriegt ma keena weg&#8220; verklungen ist. Das kann man dann auch mal kommunizieren finde ich. Gerade ich weiss ja aus eigener Erfahrung, was das f\u00fcr einen K\u00fcnstler bedeutet. Anerkennung kannste eben nicht mit Geld kaufen und Sportis ehrliche Freude \u00fcber mein, hopfenschorlebedingt sehr blumig ausfallendes Kompliment, best\u00e4tigte mir das.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/dg1Khgj6eLo\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Jetzt war es aber wirklich h\u00f6chste Zeit, den eigenen Platz aufzusuchen. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn man auf dem Weg dahin ausreichend zu sch\u00fcttelnden H\u00e4nden begegnet. Daf\u00fcr wartete aber im Block ein leckeres Bier auf meine trockene Kehle. Die Bezugsgruppe sie lebe hoch.<br \/>\nDas Spiel an sich war ein sehr sch\u00f6nes, gekr\u00f6nt von Bobby Woods fast schon obligatorischem Tor. Gesehen hab ich allerdings wieder nicht viel, wie man auf diesem Bild sehr sch\u00f6n beobachten kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-3988\" src=\"http:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11-1024x990.jpg\" alt=\"20160417_134449-1[1]\" width=\"584\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11-1024x990.jpg 1024w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11-300x290.jpg 300w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11-768x742.jpg 768w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11-310x300.jpg 310w, https:\/\/www.saetche.net\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/20160417_134449-11.jpg 1968w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/p>\n<p>Seis drum. Es gab drei Punkte und die Alte F\u00f6rsterei feierte.<br \/>\nIch hatte auch nicht den Eindruck, dass die Apathie \u00fcber die \u00fcbliche sonnt\u00e4gliche Singeunlust hinausging, wie das einige beschrieben haben. Die Stimmung passte.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich kurz noch ein bis drei Anmerkungen zum neuen Schalalacontent abgeben.<\/p>\n<p>&#8222;Fussballclub Union Berlin in weiss und rot,<br \/>\nwir stehn zu dir auch in gr\u00f6sster Not.<br \/>\nSpieler, Trainer kommen und sie gehn,<br \/>\ndoch meine Liebe zu dir bleibt bestehn.&#8220;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/B9pKy2M3L6M\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>An sich ein gelungener Fangesang mich wundert nur, warum die Person von der dritten in die erste wechselt ? W\u00e4re nicht &#8222;&#8230;doch UNSRE Liebe zu dir bleibt bestehn&#8220; grammatikalisch sinnvoller ? (Edit: Nils wies mich darauf hin, dass da vom Plural in den Singular gewechselt wird. Recht hat er, wenn schon klugscheissen, dann auch richtig. Danke, Nils)<br \/>\nDas Timing ist dar\u00fcberhinaus auch gaaaanz wichtig bei sowas. Als Stadionrundensong nach einem Sieg, Spielern gegen\u00fcber, die diese Seuchensaison doch noch irgendwie ansehnlich gemacht haben eher so lala, finde ich. Da haben wir sch\u00f6nere M\u00f6glichkeiten. Wie zum Beispiel den Iron-Hennig-Ged\u00e4chtnispogo, der einige Stufen tiefer voll Hingabe zelebriert wurde. Das hat schon Stil.<\/p>\n<p>So neigte sich dieser Fussballtag seinem unweigerlichen Ende zu. Die Verabschiedungen werden langsam etwas herzlicher, weil wohl jedem klar wird, dass nur noch zwei Heimspiele kommen, dann ist diese verr\u00fcckte Saison auch schon wieder vorbei.<br \/>\nZur R\u00fcckfahrt gab&#8217;s deshalb noch Bier und Ketwurst, um diesen Match Day genauso gelungen enden zu lassen, wie er anfing.<\/p>\n<p>Eisern bleiben<br \/>\nSaetchmo<\/p>\n<p>Taktische Erw\u00e4gungen auf dem <a href=\"https:\/\/eiserneketten.de\/pages\/eiserneketten.html\" target=\"_blank\">Eiserne Ketten Blog<\/a> und die akustische Nachbereitung gibt es selbstverst\u00e4ndlich beim <a href=\"http:\/\/www.textilvergehen.de\/2016\/04\/18\/teve257-epische-rausrueckbewegung\/\" target=\"_blank\">Textilvergehen<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das schwerste bei so kreativen Sachen ist ja, den Anfang zu finden. Wenn man den ersten Teil dann fertig hat, geht&#8217;s meistens wie von selbst. 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