Meeresrausch und andere Familienfeste

Hallöchen liebe Freunde des geplegten Tieffrequenzganges.
Ich wollte mich mal kurz aus der Echochamber Sommerpause melden.
Vor kurzem war ja das fast schon familienfestartige und wieder ganz wunderbare Meeresrausch an der Mündung der Peene.
Traditionell liefere ich immer zeitnah den Mix dazu.
In diesem Jahr hat mein Aufnahmegerät zum ersten Mal versagt und ich hoffe jetzt, das die Festival Crew mir ihren Mitschnitt zukommen läßt.
Daumen drücken. Zum Ausgleich habe ich einen kleinen Sommerraumflug arrangiert, aber dazu später mehr.

Da der Ausflug nach Usedom auch gleichzeitig der erste etwas größere Ritt unserer Bassfeuerwehr Scarlet war, hier noch ein paar Impressionen.

Die Hinfahrt gestaltete sich recht unkompliziert und trotz limitierter Höchstgeschwindigkeit erstaunlich wenig ermüdend. Kurz vor Peenemünde treffen wir auf die Kraftfuttermischwerksgemeinde und fahren als Kolonne am Einlass vor. Leider ist unser üblicher Standplatz wegen diverser Umstände nicht verfügbar und so schlagen wir unser Lager mehr oder weniger auf dem Parkplatz auf.
„Mir egal, ich hab mein Bett dabei“ ist ein Satz, den ich an diesem Wochenende noch öfter gebrauchen werde.

Am Freitag Abend ist es recht feucht und der Wind wird die ganze Nacht nicht nachlassen, nein er wird sogar so stark, dass die Veranstalter über eine Schliessung der Floors beraten. Das ist uns allerdings egal, weil wir haben ja unser Bett dabei.

Am nächsten Morgen erlebe ich noch die letzten grandiosen Zuckungen des Ronny und Rudi Sets auf dem Kinkerlitzchen Floor, um kurz darauf die Geschwindigkeit auf Roots Reggae runterzuschrauben. Ich habe nämlich extra einen Teil meiner 7 Inch Collection digitalisiert und bin zu dieser frühen Stunde heilfroh, dass ich nicht mit Vinyl arbeite, weil mir das gnadenlos weggeflogen wäre. „Stürmig“ trifft es ziemlich genau. Das kann man auch gut an Rolandsons windgerötetem Gesicht erkennen, den ich nach genau einem Jahr wiedergetroffen habe.

In diesem Zusammenhang auch einen lieben Gruß an die Schweizer, die uns einen Vodka spendiert haben. Uns, das ist in diesem Fall Delaydi, die ein paar ihrer Tunes einstreute und nicht unwesentlich an der Reihenfolge der Songs schuld ist und ich, der sich die ganze Zeit fragt, ob wohl die Sonne nochmal raus kommt.
Kam sie und dank Sarah und Phrobion gab es nachmittags ein ziemlich geiles Grillgelage in unserem kleinen Camp.

Der Abend verlief gemütlich mit bunter Knete im Kopf und guter Musik.

Und dann war es auch schon wieder vorbei.
Wie immer viel zu schnell und die Vorfreude aufs nächste Mal ist jetzt schon riesig.
Vielen Dank an die Meeresrausch Crew, die den Aufenthalt wieder sehr angenehm gestaltet hat und auch das stetig wachsende Camp macht richtig Laune.
Hach.

Nicht ganz so hach war dann die Rückfahrt. Scarlet hatte sich entschlossen unseren Durchhaltewillen zu testen und wollte nicht mehr schneller als 50 fahren, ohne ernsthaft zu überhitzen. Wir waren dann so gegen halb zwei Uhr nachts wieder zurück in Berlin. Frau, Kind und Hunde schliefen ganz friedlich. Kein Problem, wenn man sein Bett dabei hat.

Das mit der fehlenden Motorkühlung war dann allerdings etwas problematischer. Am Wochenende darauf sollte nämlich der Kindergeburtstag meiner Nichte mit der Attraktion „Coolster Onkel aus Berlin mit Feuerwehr“ stattfinden.
Tja nun, da der finanzielle Rahmen immer noch sehr begrenzt ist, schraubt man eben selbst. Das schwierigste daran ist hauptsächlich, an die entsprechenden Informationen zu kommen und ich bin sehr froh, mit dem Basis Camp Berlin eine stete Quelle wichtiger Hinweise zu haben.
Kurz und gut, der Thermostat war kaputt und musste raus. Dazu Kühlwasser ablassen, dabei feststellen, dass sich die Spannstange der Lichtmaschine komplett vom Motorblock gelöst hat, auf eine Pappdichtung warten, ohne die der neue Thermostat nicht dicht wäre, in der Zeit irgendwie die Lichtmaschine wieder anpopeln, das Kühlwasser filtern, wieder aufgiessen, starten, läuft, bezahlen, losfahren und…im nächsten Ort liegenbleiben.

Arghhh…
Aber so ist das mit einnem alten Auto. Dafür kann ich das meiste wirklich selbst reparieren und das macht sogar Spaß, also spätestens wenn man dann fertig ist mit Basteln.
Jedenfalls waren alle Kraftstofffilter dicht. Also alle Filter wechseln, wieder losfahren, wieder liegenbleiben. Tank leeren (was für eine Sauerei) den Tankfilter (der bei so alten Autos meist nicht mehr vorhanden ist und deswegen selten untersucht wird) völlig zugemüllt vorfinden. Hurra der Fehler ist gefunden. Filter säubern und irgendwie wieder in den Tank fummeln, Diesel filtern und zurück in den Tank. Hurra, die Karre läuft und sehr viel runder als vorher. Kein Wunder.

So konnte die Kindergeburtstagssause problemlos stattfinden.
Wir sind dann spontan mit unserem geschenkten Bett

und unseren neuen Gardinen

einfach zum Grillen und Übernachten stehengeblieben.

Es fühlt sich gut an, das Bett immer dabei zu haben und was viel wichtiger ist, man kommt mit den unterschiedlichsten Leuten in Kontakt.
Das entschleunigte Reisen ist soviel stressfreier und auch ein wenig romantisch.
Kann ich nur empfehlen.

Ebenfalls empfehlenswert ist der Sommer Space Flight Mix, der nicht ganz zufällig ziemlich genau die Länge einer Echochamber hat.
Teilt den, wenn er euch gefällt oder lasst einen Kommentar da.
Wäre mir eine Freude.

In diesem Sinne
Bass ahoi
Saetchmo

Bei Hear this mit Download:

oder bei Soundcloud

TRACKLISTE
01 Pushloop – Lazy Fish
02 Arta & Ill Chill – Lazy
03 Philanthrope – Sodium (feat. TESK)
04 Atandra – The Clouds Rolled In
05 Yechidah – Shamanic Wisdom
06 ENiGMA Dubz – Indica
07 Narcose – Floating Through Space
08 The Aurora Principle – Sen
09 Dirtwire – Viento
10 LOW – Flow
11 TMRW – Iray
12 TMRW – Efatra
13 Soulacybin – Stazi
14 Mindex – At the Fireplace
15 Johnny Osbourne – Never Stop Fighting (Caidance Bootleg)
16 Roots Zombie meets Gary Clunk – Zymbar Konuts
17 Legend4ry – When I Speak
18 Mindex – Soul Orchestra
19 Soulacybin – ARM of Hope
20 Lena Chamamyan – Ya Mayla Al Ghusson (Pushloop Bootleg)
21 Chronos – Kunilingus
22 Naturelement – The Holidayer
23 Audhentik – N8falter
24 Monodisc – Lucide
25 Lorenzo Soria – Salvia Divinorum (Shoksuit Remix)
26 iFa – Daydreaming
27 Akcept – Translunar
28 Perpetual Loop – The Crowd

7 Gedanken zu „Meeresrausch und andere Familienfeste

  1. Pingback: Eine Betriebsanleitung, die glücklich macht | Saetchmo

  2. Für das Event & die Empfehlung dafür möchte ich mich bedanken.

    Wird vermutlich festes „MustGo“ für mich und CChe die kommenden Jahre. Nur die Kilometer dahin sind übel. Die Location&Community relativiert das ganze.

    Grüße den schüchternen Hund von mir.
    Chantal(le)? – also nicht der schwarze strubbelige.
    Der war ungehobelt.

    Den Schminkkurs möchte ich auch weiterempfehlen.

    Ein Lob möchte ich noch an Ronny rausschicken, der den Fisch gewürzt hat.

    Ansonsten freue ich mich auf kommendes Jahr.
    Danke für den Mix.

  3. Hey,

    danke für die sommermix, habe daraus, den mixmischen und aus vielen anderen verlinkten platten aus der echochamber eine woche das campingplatz mit (fremdkommentar) sehr angenehmen geräuschen beschallt.

    bass ahoi!

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