Echochamber 348 (18.10.18)

Heute ist wieder Dubberstag, da machen wir wieder ramtamtam oder anders ausgedrückt: Basstherapie voraus.
Come to the Dark Side. We have Bass.

Vorab wie gewohnt ein paar ausführlichere Neuigkeiten.

Wer schon länger die Echochamber verfolgt, wird mit dem Namen Audhentik vertraut sein und sich möglicherweise gewundert haben, warum von dem von mir sehr geschätzten Berliner Produzenten zuletzt so wenig zu hören war. Nun Audhentik hat seine Skills auf ein neues Level gebracht und eine Ausbildung beendet. Den erfolgreichen Abschluß selbiger feiert er mit einer EP, die ich voller Freude vorab und exklusiv in der basstherapeutischen Maßnahme vorstellen darf. Audhentik verläßt auf „8020“ endgültig die Pfade der deepen Dubstepgefilde und schlägt die Richtung ein, die er mit seinem Track „N8falter“ schon zart angedeutet hatte. Sehr elektrisch und der Berliner Rhythm and Dubtechno Sound gefällt mir dabei besonders gut.

Mit einer gekonnten Mischung aus Hip Hop, Dubstep Wobbles und allerlei Geschingel überraschen Glass Cannon auf ihrer zweiten Veröffentlichung bei Mal Label Music. „The Land of Echo“ strahlt eine subtile Kraft aus, die durch asiatisch-jazzige Effekte unterstützt wird. Fakt ist, diese EP klingt komplett anders als der Erstling und in Anbetracht dessen, wird das sicher noch spannend mit Glass Cannon.

Zur nächsten EP gibt es eine interessante Geschichte. Der Produzent und Dokumentarfilmer Narkatta verarbeitet auf „Ibogaine“ seine Beobachtungen in einer mexikanischen Entzugsklinik. Dort werden Opiatabhängige mit Ibogain, das aus einer afrikanischen Pflanze gewonnen wird, behandelt, was die Chancen auf Rückfallfreiheit um 50-80% erhöht. Mit diesen Erfahrungen im Kopf kämpft Narkatta nun in Amerika für die Legalisierung dieser Pflanze. Das ist doch mal ne gute Story.

Zu guter Letzt noch einen interessanten Sampler, den ich beim weißrussischen Netlabel People Can Listen fand. „Fifth listen“ ist, wie der Name vermuten lässt, das fünfte Werk seiner Art und vereint elektrionische Musik diverser Spektren. Allen Songs gemein ist eine gewisse Gechilltheit und das meinen die Labelbetreiber wohl mit “ we publish music, that we like“. Auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, um den persönlichen musikalischen Horizont zu erweitern.

Soviel für diese Woche liebe Freundinnen und Freunde der Tieffrequenz.
Es war mir erneut eine riesige Freude und ein musikalisches Erntedankfest.
Wir hören uns nächsten Donnerstag zu einer neuen Ausgabe der Echochamber.
Bis dahin
Bass ahoi
Saetchmo

TRACKLISTE

Intro
01 Technotronic – Pump up the jam (Snoof remix)
02 Big N Slim – Elm Street
03 DJ VIEW – Bobby (Original Mix)
04 NDS – Intezaar
05 Numatic – Controlled Chaos
06 Razat – Clipping
07 Numatic – Raider
08 Razat – Overdrive
09 Razat – Fuzz (Shield Remix)
10 Numatic – Havoc
11 Narkatta – Antipode Space
12 Narkatta – Cop a Stack
13 Kalipzo – Blast Em!
14 (dc) – Visions
15 Glass Cannon – It Ain’t Today
16 Glass Cannon – Mugatu x APOTH
17 Glass Cannon – Chindi x Knight of Water
18 Contra Scandal – Hide And Seek
19 Isabel Sharpe – Mama Says
20 Antxon Sagardui – Mama Says Dub
21 Alpturer – Novac
22 Narkatta – Anandamide
23 Kri Tik – Console napping
24 Audhentik – Leaf feat. Merlin
25 Audhentik – 21g
26 Ludicy – Catalyst
27 Oror – Winter see und
28 Audhentik – Barrel feat. Merlin
29 Andrew Clam – Space dance (Nearfield remix)
30 Ewake – Winters
31 Ewake – Primaverda
32 Prince – Cold Coffee & Cocaine (RocknRolla Soundsystem Edit)
Outro

[Die basstherapeutische Echochamber läuft (fast) immer am Donnerstag um 21 Uhr im Livestream]

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